Die Landschaftsnutzung und ihre Auswirkungen auf die Kulturlandschaft sind permanenten und immer schneller wechselnden Veränderungen unterworfen. Dies stellt eine große Herausforderung für einen langfristigen Erhalt eines zukunftsfähigen, stabilen und flexiblen Landschafts- und Naturraums dar. Auch von den Vorgängen betroffene – in der Land- und Forstwirtschaft sowie Tourismuswirtschaft tätige – Betriebe müssen ihre Planungen auf diese veränderten Anforderungen ausrichten. Drei dominierende Aspekte stehen hierbei im Vordergrund
Die Landschaft als Lieferant erneuerbarer Energie
Die Landschaft und Beiträge zum Klimaschutz
Die Landschaft als Träger von Natur- und Kulturgütern
Das Kompetenzzentrum Naturraummanagement begleitet diese Prozesse und entwickelt Chancen für die Neuorientierung von Wirtschaftsbetrieben. In einem interdisziplinären Team werden Bestandsaufnahmen, Analysen, Pilotprojekte, Masterpläne und Monitoringaufgaben erarbeitet.
[erneuerbare Energie]
Die Landschaft als Lieferant erneuerbarer Energie
Die Bedeutung der Land- und Forstwirtschaft als Energielieferant ist in den letzten Jahren stark gestiegen. In letzter Konsequenz ist die Landschaft das Kraftwerk der Zukunft! Die Auswirkungen dieser dynamischen Entwicklung auf Nachhaltigkeit und Qualität der Kulturlandschaft werden eine wesentliche Rolle bei der Akzeptanz dieser Veränderung spielen (z. B. Energiegräser, verstärkte mechanische Waldnutzung). Wie schon bei der Entwicklung der Windenergie werden auch hier neben den Chancen auch Risken erkennbar, die für die Akzeptanz veränderter Nutzungen von großer Bedeutung sind. Diese vorab abzuschätzen, Risikofelder zu definieren und die Entwicklung zu steuern und die Umsetzung zu begleiten ist ein Aufgabenbereich des Kompetenzzentrums.
[Klimaschutz]
Die Landschaft und Beiträge zum Klimaschutz
Der Klimaschutz stellt in allen Lebens- und Wirtschaftsbereichen eine zentrale Herausforderung unserer Zeit dar. Dies gilt besonders für die Gestaltung und Bewirtschaftung des Landschaftsraums. Dabei spielen Landschaftsstrukturen ebenso eine große Rolle wie Bewirtschaftungsformen. In den kommenden Jahrzehnten sieht sich die Land- und Forstwirtschaft zwei wesentlichen Herausforderungen in Zusammenhang mit dem Klimawandel gegenüber: Auf der einen Seite steigt die Nachfrage nach Nahrungsmitteln, erneuerbaren Energieträgern und forstlichen Produkten stetig an, auf der anderen Seite ist es unabdingbar, die globalen Treibhausgasemissionen substanziell zu reduzieren und die Reduktionspotenziale auch in der Landschaftsnutzung längerfristig auszuschöpfen.
[Ökologie]
Die Landschaft als Träger von Natur- und Kulturgütern
Die Erhaltung der Natur- und Kulturgüter wird auch weiterhin eine wichtige Position in der Nutzung der europäischen Kulturlandschaften einnehmen. Viele Nutzungsarten, die prägend für die Natur- und Kulturgüter sind, haben jedoch ihre ökonomische oder technologische Relevanz verloren. Die Erhaltung der Natur- und Kulturgüter und der Erhalt attraktiver Landschaften, können hingegen auf lange Sicht auch der Erholungs- und Freizeitnutzung dienen. Optimierte Strategien zur stärkeren Harmonisierung zwischen Schutz- und Nutzungsinteressen stehen hier im Vordergrund.
Der Ausgleich zwischen „Schützen und Nützen“ spielt für eine Vielzahl an Lebensräumen, wie Offenland-, Wasser- und Waldlebensräume eine wichtige Rolle. Dabei stellen Waldlebensräume einen bisher oft vernachlässigten Bereich dar, der nun immer mehr in den Vordergrund rückt.
In dieser Verknüpfung von Lebens- und Wirtschaftsraum im Wald sieht das Kompetenzzentrum Naturraummanagement einen wichtigen Schwerpunkt zukünftigen Erhalts von Natur- und Kulturgütern in der Landschaft.